Pikieren – aber wie?

Dachtest du auch schon oft daran, wie es wohl wäre, Gemüse wie z. B. Tomaten selbst im eigenen Zuhause zu züchten? Aber jedes Mal, wenn du das Wort „Pikieren“ hörst und denkst, dass ein Studiengang dafür nötig ist, dann lässt du es doch wieder. Wir erklären dir wie du ganz einfach pikierst und dich somit bald über deine erste eigene Ernte freuen darfst.

Pikieren heißt nichts anderes als das Umsetzen von Sämlingen mittels eines speziellen Pikierstabes oder einem ähnlichen Hilfsmittel. Dabei werden kleine Pflanzen aus einer Anzuchtschale in eigene kleine Töpfe umgesetzt. 

 

Warum pikieren?

Zunächst reift der Samen bis sich der Keimling seinen Weg zum Licht bahnt. Danach beginnt die Wachstumsphase, während dieser Zeit benötigt der Keimling viel Energie und Nährstoffe aus dem Boden. Nun beginnt eine Art „Konkurrenzkampf“ zwischen den Keimlingen – um Licht und um besagte Nährstoffe.

Um das zu verhindern, werden die kleinen Pflänzchen in ihr „eigenes Zuhause“ umgepflanzt. Jetzt können sie langsam in die Höhe wachsen, bilden ein starkes Wurzelwerk und werden kompakter im Wuchs.

Tipp: Verwende am besten Anzuchterde. Diese ist nährstoffarm und die Sämlinge werden nicht „überfüttert“. Somit werden stärkere Wurzeln gebildet, welche später beim Anwachsen im Beet helfen.


Wann pikieren?

Wenn sich nach den Keimblättern die ersten richtigen Blätter zeigen, solltest du mit dem Pikieren beginnen. In der Regel sollten die ausgesäten Pflanzen so bald wie möglich pikiert werden. Der Grund ist recht einfach – falls die Keimlinge schon größer sind, ist das Pikieren zwar einfacher aber die kleinen Pflänzchen wachsen einfach schwerer an in der neuen Erde. 

Nach dem Pikieren solltest du langsam mit dem Abhärten beginnen – ja richtig gelesen – die kleinen Pflänzchen müssen sich langsam auf ihr Leben in „Freiheit“ vorbereiten. Dies machst du am besten Ende April oder auch im Mai, das hängt ganz davon ab, wann kein Frost mehr zu erwarten ist. Stell deine Jungpflanzen dann immer stundenweise nach draußen.


Wie pikieren?

Auch wenn das Pikieren nicht schwierig ist, so musst du doch ein wenig Fingerspitzengefühl haben. Zunächst solltest du einige Anzuchttöpfe aus Ton, Plastik oder auch Zellulose vorbereiten, indem du diese mit Erde füllst und diese leicht andrückst. Hol dir noch einen Pikierstab zur Hand – du kannst auch einen Bleistift oder einen ähnlichen Gegenstand nutzen. Dann kann es losgehen. Nimm den Pikierstab und hol den Keimling mit einer Art Hebelbewegung seitlich aus der Erde heraus. Versuche dabei, so viele Wurzeln wie möglich mitzunehmen. Dann bohrst du im „neuen“ Topf ein tiefes aber schmales Loch in die Erde und setzt das kleine Pflänzchen hinein – achte darauf, dass die Wurzeln unter der Pflanze bleiben und sich nicht nach oben biegen. Danach drückst du die Keimlinge einfach noch gut an in ihren Töpfen und wässerst sie. Fertig.

 

Alles was du zum Piktieren brauchst findest du bei uns im Markt.